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Audio Format im Überblick – Was ist MP3, AAC, AC3?

Was verbirgt sich hinter MP3, AAC, AC3 usw.? Welche Audio Formate werden beim Fernsehen übertragen? Eine Übersicht finden Sie hier.

Heute gibt es eine Menge verschiedener Audio Formate. Das ist auf Grund der verschiedenen Übertragungsarten entstanden. Die Audio Formate werden über Internet, Smartphone, Tablet, PC, DVD, Blu-ray übertragen. Dadurch entsteht diese große Anzahl an Audio Formaten.

Es gibt verschiedene Arten von Audio Formaten. Man unterscheidet zwischen komprimierten und unkomprimierten Audio Formaten. Bei den komprimierten Audio Formaten gibt es noch eine weitere Unterscheidung. Es gibt verlustfreie und verlustbehaftete Audio Formate. Die einzelnen Unterschiede möchte ich Ihnen hier beschreiben.

Audio Formate

Audio Format unkomprimiert

Das bekannteste unkomprimierte Audio Format ist WAV (Waveform Audio File Format). Es gibt auch Foramte in Rohdaten (PCM) und Foramte in Containerform (AIFF, Audio Interchange File Format). Das AIFF verbirgt sich Hinter den Endungen .aif, .ief, .aifc und aiff.

Audio Format komprimiert – verlustfrei

Zu den verlustfreien komprimierten Audio Formaten gehören MP4 Containerformat mit der Apple Lossless Audio Codec Codierung, .flac (Free Lossless Audio Codec), .ogg, .fla, .wma (Windows Media Audio), .ra (Real Audio Lossless).
Im Matroska Container (.mka) stecken auch verlustfreie Audio Formate in komprimierter Form.

Audio Format komprimiert – verlustbehaftet

Viele Audio Formate sind auf Grund der Datenreduktion verlustbehaftet. Zu diesen Audio Formaten zählen: .mp1 (MPEG-1 Audio Layer 1), .mp2 (MPEG-2 Audio Layer 2), .mp3 (MPEG-3 Audio Layer 3) und AC3 (Adaptive Transform Coder 3, auch Dolby Digital genannt), MPEG-2/4 Audio (.mp4, .m4a), Advanced Audio Coding (.aac), High Efficiency Advanced Audio Coding (HE-AAC), AAC+, Harmonic and Individual Lines and Noise (HILN, MPEG-4).

Dolby Digital ist vielen aus dem Kino oder von einer DVD oder Blu-ray bekannt. Bei diesem Audio Format handelt es sich um ein Mehrkanal Tonsystem. Für dieses Mehrkanal Tonsystem wird eine bestimmt Anzahl von Lautsprechern benötigt. Meist wird von 5.1 gesprochen. Die Lautsprecher sollten für einen guten 5.1 Sound richtig eingestellt sein. Wichtig dabei ist auch das richtige Lautsprecherkabel zu verwenden.

Dolby Digital wird auch schon bei vielen TV Sendern übertragen. Oft werden die 20.15 Uhr Filme in 5.1 Sound ausgestrahlt. Diese AC3 Format unterstützt Bitraten von 32 bis 640 kbit/s.

Audio Foramt komprimiert und unkomprimiert im Container

Alle Audio Formate können in Containern enthalten sein. Bei den Containern gibt es AIFF, WAV, Matroska, OGG, MP4.

Nachfolger von Dolby Digital – E-AC3 (Dolby Digital Plus)

Der Nachfolger vom Audio Format Dolby Digital ist Dolby Digital Plus (E-AC3). Dolby Digital Plus ist hauptsächlich für den Einsatz von HDTV und Blu-ray gedacht. Es werden Datenraten bis zu 6 MBit/s erreicht. 14 Kanäle können mit einer Auflösung von 24 Bit und einer Abtastfrequenz von 96 kHz angesprochen werden.

Übersicht Audio Codec

Audio Codec Übertragungsart Bitrate Samplingrate Kanal
MPEG Layer 2 DAB, DVB, DVD, VCD, SVCD MPEG-1: 32 bis 384 kbit/sMPEG-2: 8 bis 160 kbit/s MPEG-1: 32, 44.1, 48 kHzMPEG-2: 16, 22.05, 24 kHz Mono, Stereo, Joint Stereo, Dual Channel
AAC iTunes, iPod, Apple QuickTime, Smartphone, MP3 Player, AV Receiver, Radio bis zu 256 kbit/s 8 bis 96 kHz Mono, Stereo, Mehrkanal (Multi-Channel 5.1, 7.1)
HE-AAC, HE-AAC v2 DVB, DAB+, Smartphone, DRM (+), Radio, Audio und Videostreams HE-AAC: 48 bis 64 kbit/s Stereo, 160 kbit/s Dolby Digital 5.1 24 bis 96 kHz Mono, Stereo, Mehrkanal (Multi-Channel 5.1, 7.1)

Quelle: www.infosat.de



2 Kommentare

  1. Dies ist eine fachlich absolut inakzeptable Darstellung.
    Zum Beispiel wird zunächst behauptet, WAV sei unkomprimiert. Dabei kann auch WAV komprimierte Daten enthalten, sogar MP3-Daten! Dafür wird WAV dann weiter unten wieder als Container erneut genannt, mit Hinweis dass es alle Formate enthalten kann… ein Widerspruch in sich.

    Auch weiter unten wird fleißig Container mit Kompressionsverfahren vermengt: Weder Ogg noch WMA oder MP4 sind verlustfrei, sie können verlustfreies Format enthalten, ja – Ebenso Matroska, da kann ALLES drin stecken.

    Man kann natürlich schnell den Überblich verlieren bei den vielen Begriffen…
    Daher hier das Ganze nochmal korrekt:

    wichtige verlustbehaftete („lossy“) Kompressionsverfahren:
    MP3 (MPEG-1 Layer III),
    MP2 (MPEG-1 Layer II),
    WMA (Windows Media Audio),
    Vorbis,
    AAC (Advanced Audio Coding, MPEG-4 Part 3),
    AC3 (Dolby Digital),
    DTS,
    mp3+ als obsolete Variante von MP3 (es wird angenommen, das moderne Kodierer äquivalente Ergebnisse erreichen bei gleichzeitiger Wahrung des Standards),
    HE-AAC ist als Unterart zu AAC nicht von nennenswerter Bedeutung.

    Wichtige verlustfreie Kompression:
    FLAC (Free Lossless Audio Codec),
    APE (Monkey’s Audio),
    wma-lossless,
    Apple lossless audio codec (ALAC),
    Audio Lossless Coding (ALS)
    ATRAC (Sony, eingestellt)

    Unkomprimiertes Audio: PCM (Pulse-Code-Modulation, üblicherweise in WAV-Container)

    zu den Containerformaten: Der Container bringt wichtige Eigenschaften mit, etwa Streamingfähigkeit oder das Speichern von Meta-Daten (Tagging). Außerdem können manche Containerformate auch mehrere Audiostreams, sowie Video enthalten.

    Wichtige Container im Audiobereich:
    -Waveform/RIFF-WAV (.wav)
    Der Waveform-Container findet insbesondere Anwendung für unkomprimiertes PCM, kann aber auch komprimierte Audiodaten enthalten. Waveform wurde für Windows entwickelt, das Gegenstück für Macs ist AIFF
    -Audio Interchange File Format (.aiff, .aif, .aifc)
    Der AIFF Container wurde von Apple ursprünglich für unkomprimiertes PCM entwickelt. Für komprimiertes Audio heißt der entsprechende Container AIFC.
    -WMA/Advanced Streaming Format (.wma, .asf)
    ASF ist das Containerformat von Microsoft für Windows Media – wenn der Container lediglich WMA enthält, so ist auch die Dateiendung .wma, gepaart mit Video dann .wmv oder .asf.
    -MP4 (.mp4, .m4a)
    MP4 ist das gängige Containerformat für AAC, kann aber ebenso andere MPEG-Daten enthalten (MP3, MP2, ALS…). Apple führte zur klaren Unterscheidung von Videodateien ein, dass MP4, welches ausschließlich Audio enthält, die Dateiendung .mpa tragen soll.
    -Matroska Audio (.mka)
    Matroska ist der vielseitigste aller Container, er kann nahezu jedes beliebige Audioformat, aber auch Videodaten (dann als .mkv) enthalten.
    -Ogg (.ogg, .oga)
    Der Container OGG wird hauptsächlich verwendet für Vorbis, er kann auch für FLAC verwendet werden (FLAC hat aber sein eigenes Containerformat).

    Die Entscheidung, welches Format verwenden?
    Dafür auschlaggebend ist der Verwendungszweck. Wegen der hohen Verbreitung und kostenlos verfügbaren Software bietet sich MP3 nach wie vor an. Wenn Speicherbedarf zweitrangig ist, empfielt sich ein verlustfreies Format wie FLAC, welches auch künftig breite Unterstützung in Abspielgeräten finden wird. Gründe hierfür sind die niedrige Rechenlast beim Abspielen sowie die Lizenzfreiheit. Vorteil bei verlustfreien Verfahren ist natürlich auch, dass jederzeit eine verlustbehaftete Konversion (z.B. MP3) erstellt werden kann, ohne dass Generationsverluste (Verschlechterung des Materials bei erneuter Konversion, „Kopie von der Kopie der Kopie…“) zu befürchten sind, wie es etwa bei einer Wandlung von WMA zu MP3 zu erwarten wäre. Den beste Kompromiss zwischen Dateigröße und Klangerlebnis, bei gleichzeitig guter Unterstützung durch Abspielgeräte, bietet allerdings AAC, welches auch von iTunes in Form von .mpa genutzt wird.

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