Synology NAS sichern mit Hyper Backup

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Synology NAS sichern – aber so, dass es dich im Ernstfall wirklich rettet: Hyper Backup, Versionen, Verschlüsselung und ein kurzer Restore-Test.

Ich nutze Offsite über VPN, alternativ geht’s auch per Portfreigabe (TCP 6281). VPN für Offsite-Backups einrichten → Synology VPN Server einrichten mit OpenVPN

Wenn du dir erst einen Überblick verschaffen willst, wie Synology NAS, Backup, Medienserver & Zugriff zusammenhängen → NAS & Medienserver Leitfaden

Kurzstart (10 Minuten): Synology NAS sichern

Damit dein Backup heute noch läuft. Die Details (Versionierung, Verschlüsselung, Zeitplan, Bandbreite, Restore-Test) findest du weiter unten – oder klapp sie hier direkt auf.

  • Empfohlen: Offsite über VPN (lokal → VPN → remote). Keine Portfreigaben ins Internet nötig.
  • Alternative: Ohne VPN per Portfreigabe (TCP 6281). Nur mit konsequenter Absicherung.
1. Ziel-NAS vorbereiten (Vault, User, Ordner)
  • Auf dem Ziel-NAS Hyper Backup Vault installieren.
  • Backup-User anlegen (z. B. remote_backup) – kein Admin.
  • Zielordner erstellen (z. B. HyperBackup) und Rechte setzen (User: Lesen/Schreiben).
2. Hyper Backup Job erstellen (Quell-NAS)
  • Hyper Backup öffnen → +Datensicherungsaufgabe.
  • Ziel wählen: Remote-NAS-Gerät.
  • Server/IP eintragen (VPN-IP oder öffentliche Adresse), Port: 6281.
  • Anmelden mit Backup-User (z. B. remote_backup), Zielordner auswählen.
  • Daten auswählen (wichtige Ordner) + optional Paket-Sicherung.
3. Backup „richtig gut“ machen (Rotation, Verschlüsselung, Zeitplan)
  • Rotation/Versionierung: aktivieren (z. B. Smart Recycle).
  • Verschlüsselung: einschalten (Key/Passwort sicher ablegen).
  • Zeitplan: z. B. täglich nachts.
  • Bandbreite: limitieren, damit dein Internet nutzbar bleibt.
4. Restore-Test (Pflicht, dauert 2 Minuten)
  • Testdatei anlegen (z. B. restore-test.txt) in einem gesicherten Ordner.
  • Backup laufen lassen (oder „Jetzt sichern“).
  • Hyper Backup → Wiederherstellen → Datei in einen Testordner zurückholen und öffnen.

Synology NAS sichern: Was wird gesichert – und warum Offsite?

Ein gutes NAS-Backup beantwortet zwei Fragen:

  1. Was muss im Ernstfall wieder da sein?
  2. Wie stelle ich es schnell wieder her?

Typisch wichtig:

  • freigegebene Ordner (Dokumente, Fotos, Projekte, Scans, Medien)
  • optional: Pakete/Apps (je nach Nutzung)
  • Versionen (Schutz vor Löschen/Überschreiben/Ransomware)

Offsite ist der „Gamechanger“:

  • bei Brand/Diebstahl/Wasserschaden ist die lokale Kopie sonst ebenfalls weg
  • bei Ransomware hast du mit Versionen eine realistische Chance auf „Rollback“

Voraussetzungen

Kein VPN-Tutorial hier – nur die Checkliste:

  • Du hast ein Backup-Ziel (zweites Synology NAS am anderen Standort ist ideal)
  • Offsite per VPN: VPN-Verbindung steht, Quell-NAS erreicht Ziel-NAS stabil per VPN-IP
  • Alternative ohne VPN: Portfreigabe für Hyper Backup Vault (TCP 6281) ist möglich und abgesichert
    Anleitung Portfreigabe
  • Auf dem Ziel-NAS ist genug Speicher frei (inkl. Platz für Versionen)

Damit du dein Synology NAS sichern kannst, muss das Ziel-NAS erreichbar sein (VPN-IP oder Port 6281).


VPN oder Portfreigabe: Was ist besser?

VPN (empfohlen)

  • keine offenen Backup-Dienste im Internet
  • weniger Angriffsfläche
  • meist weniger „Fummelei“ mit wechselnden IPs

Portfreigabe TCP 6281 (funktioniert, aber disziplinpflichtig)

  • nur nutzen, wenn du wirklich nicht anders kannst
  • dann unbedingt: eigener Backup-User, starke Passwörter, Firewall-Regeln, Verschlüsselung, Benachrichtigungen

Für viele ist das der einfachste Weg, ein Synology NAS sichern Setup dauerhaft stabil zu betreiben.

Wenn du die Portfreigabe-Variante nutzt: setz sie wirklich sauber um → Portfreigabe für Synology am Telekom Speedport


Einrichtung

Ziel-NAS vorbereiten (Hyper Backup Vault, User, Ordner)

Auf dem Ziel-NAS:

1. Hyper Backup Vault installieren
  • Paket-Zentrum → Hyper Backup Vault → installieren → öffnen
2. Backup-User anlegen (kein Admin)
  • Systemsteuerung → Benutzer & Gruppe → Benutzer → Erstellen
  • z. B. remote_backup (starkes Passwort)
3. Zielordner erstellen
  • Systemsteuerung → Freigegebener Ordner → Erstellen
  • z. B. HyperBackup
  • Rechte: remote_backup Lesen/Schreiben

Tipp: Optional Quota setzen, damit Versionen nicht das komplette Volume füllen.

Diese Schritte sind die Basis, damit Synology NAS sichern später ohne Rechte-Fehler klappt.


Verbindung klären (VPN-IP oder Port 6281)

Variante A: VPN (empfohlen)
  • Quell-NAS erreicht Ziel-NAS über die VPN-IP (wie im lokalen Netz)
  • keine Router-Portfreigabe nötig
Variante B: Portfreigabe (TCP 6281)
  • Router beim Ziel-NAS: TCP 6281 auf das Ziel-NAS weiterleiten (Hyper Backup Vault)
  • Anleitung → Portfreigabe für Synology
  • Zusätzlich: DSM-Firewall so restriktiv wie möglich (wenn feste Quell-IP vorhanden: nur diese erlauben)

Quell-NAS – Hyper Backup installieren & Job anlegen

Jetzt legst du den eigentlichen Job an, mit dem du dein Synology NAS sichern kannst.

1. Hyper Backup installieren
  • Paket-Zentrum → Hyper Backup → installieren
2. Neue Datensicherungsaufgabe erstellen
  • Hyper Backup → „+“ → Datensicherungsaufgabe
  • Zieltyp: Remote NAS-Gerät
  • Servername oder IP-Adresse:
    • VPN: Ziel-NAS VPN-IP
    • öffentliche Adresse/DDNS
  • Port: 6281

Authentifizierung (wichtig):

  • Bei „Authentifizierung“ auf Anmelden klicken.
  • Jetzt fragt Hyper Backup Benutzername + Passwort ab.
  • Hier gibst du die Zugangsdaten vom Ziel-NAS ein (z. B. Benutzer remote_backup + Passwort).
  • Erst wenn die Anmeldung erfolgreich ist, kannst du darunter den freigegebenen Ordner und das Verzeichnis auswählen – vorher funktioniert das nicht.

Was sichern? (Ordner, Pakete – ohne Overkill)

Pflicht:
  • die wirklich wichtigen freigegebenen Ordner (Dokumente, Fotos, Projekte, …)
Optional:
  • „Anwendung sichern“ / Pakete (wenn du es brauchst)

Praxis-Regel: Datenordner sind das Wichtigste. Apps kannst du notfalls neu installieren – Daten nicht.


Hyper Backup richtig einstellen: die wichtigsten Optionen

Die folgenden Einstellungen entscheiden, ob Synology NAS sichern im Ernstfall wirklich funktioniert.

Versionierung / Rotation

Aktiviere Rotation. Das ist dein Schutz vor „aus Versehen“ und vielen Ransomware-Szenarien.

Guter Startwert:

  • täglich: 14–30 Versionen
  • wöchentlich: 8–12
  • monatlich: 6–12
    oder Smart Recycle, wenn du es simpel willst.

Oder (meine Empfehlung): Smart Recycle
Damit musst du dich praktisch um nichts kümmern – Synology verwaltet die Aufbewahrung automatisch und dünnt alte Versionen sinnvoll aus. Ich nutze 256 Versionen und komme damit je nach Sicherungsrhythmus über 4 Jahre zurück.

Verschlüsselung

Wenn das Backup Offsite liegt: Verschlüsselung aktivieren.

Wichtig: Schlüssel/Passwort sicher speichern (Passwortmanager + getrennte Kopie). Ohne Key kein Restore.

Zeitplan

  • täglich nachts (z. B. 02:00)
  • optional am Wochenende zusätzlich

Bandbreite begrenzen

Damit Homeoffice/Streaming nicht leidet.

Grobe Orientierung:

  • 1.000 KB/s ≈ 1 MB/s ≈ ~8 Mbit/s
  • 2.000 KB/s ≈ 2 MB/s ≈ ~16 Mbit/s
  • 4.000 KB/s ≈ 4 MB/s ≈ ~32 Mbit/s

Wo du das einstellst (DSM):
Die Bandbreitenbegrenzung findest du unter Systemsteuerung → Netzwerk → Datenfluss-Steuerung. Dort kannst du pro Port/Protokoll eine maximale Rate setzen.

Wichtig aus der Praxis (VPN-Setup):
Bei mir greift die Begrenzung nur zuverlässig, wenn die Verbindung über VPN läuft. Dann trage ich als Regel den VPN-Port 1194 (UDP) ein und setze dort den Maximalwert (KB/s).

Restore-Test (nicht verhandelbar)

Wenn du dein Synology NAS sichern willst, zählt am Ende nur: klappt Restore?

Mini-Test:

  • Testdatei anlegen → Backup laufen lassen → Datei in Testordner wiederherstellen → öffnen.

Typische Fehler

Probleme? 5 schnelle Checks
  • Ziel nicht erreichbar → Quell-NAS erreicht Ziel-IP? (VPN / Route / Firewall)
  • Anmeldung fehlgeschlagen → Passwort von remote_backup prüfen (DSM-Login testweise)
  • Backup bricht ab → Bandbreitenlimit testweise erhöhen (zu knapp + instabil = Abbrüche)
  • Speicher läuft voll → Rotation zu aggressiv? Versionen reduzieren oder Quota setzen
  • Restore unklar → 1 Testdatei bewusst wiederherstellen (nicht nur „drauf vertrauen“)

Checkliste: Backup läuft / Restore klappt

Wenn du dein Synology NAS sichern willst, ist der Restore-Test Pflicht – sonst weißt du nicht, ob du wiederherstellen kannst.

Backup läuft:

  • ☐ Job aktiv, Zeitplan läuft
  • ☐ Letzter Lauf erfolgreich
  • ☐ Rotation aktiv
  • ☐ Ziel hat genug Platz
  • ☐ Fehler-Benachrichtigungen aktiv

Restore klappt:

  • ☐ Testdatei erfolgreich zurückgeholt
  • ☐ Restore in Testordner klappt
  • ☐ Key/Passwort sicher abgelegt

Häufige Fragen (FAQ)

Reicht RAID/SHR als Backup?

Nein. Es schützt vor Plattenausfall, nicht vor Löschen, Ransomware, Brand oder Diebstahl.

Wie oft sollte ich mein Synology NAS sichern?

Für die meisten privat: täglich. Bei sehr wichtigen Daten zusätzlich Snapshots (wenn genutzt).

Wie viel Speicher brauche ich am Ziel-NAS?

Mehr als die Datenmenge, weil Versionen Platz brauchen. Plane Daten + großzügigen Puffer.

Ist Port 6281 per Portfreigabe ok?

Es funktioniert, ist aber riskanter als VPN. Dann musst du konsequent absichern (Firewall, User, Verschlüsselung).

Muss ich verschlüsseln?

Für Offsite: ja. Aber nur, wenn du Key/Passwort wirklich sicher aufbewahrst.

Kann ich einzelne Dateien wiederherstellen?

Ja. Das ist eine Stärke von Hyper Backup: versioniert browsen und gezielt zurückholen.

Wie lange dauert das erste Backup?

Am längsten. Danach sind inkrementelle Backups meist deutlich schneller.

Woher weiß ich, ob mein Backup wirklich funktioniert?

Durch einen getesteten Restore. Ohne Restore-Test ist es nur Hoffnung.


Nächster Schritt: Was willst du als Nächstes optimieren?

Synology Basis
• NAS sauber als Grundlage aufsetzen → Synology NAS einrichten: Schritt-für-Schritt

Sicherheit & Zugriff
• Portfreigabe korrekt setzen (wenn du ohne VPN sicherst) → Portfreigabe für Synology am Telekom Speedport

Mehr aus Synology machen
• Fotos automatisch sichern & verwalten → Synology Photos einrichten

Offizielle Synology Anleitung
• Hyper Backup → Hyper Backup Kurzanleitung

Von Micha
Zuletzt aktualisiert:

Ich bin Micha und seit über 15 Jahren das Gesicht hinter MY DIGITAL HOME. Hier zeige ich, wie du dein digitales Zuhause komfortabler, besser vernetzt und zuverlässiger machst – mit praxisnahen Guides zu Smart Home, Heimnetzwerk, TV & Streaming sowie NAS. Mein Fokus: klare Schritte, saubere Setups und Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren.

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