Synology NAS einrichten: DSM-Setup, SHR/RAID & Freigaben

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Synology Speicher Manager

Lerne, wie du ein Synology NAS sicher einrichtest, RAID 1 konfigurierst und Daten für mehrere Nutzer freigibst. Einfache Anleitung für Einsteiger.

Kurzstart (10 Minuten): Synology NAS einrichten

Das ist der schnelle Ablauf, damit deine Synology sauber läuft. Weiter unten kommt die ausführliche Anleitung mit Screenshots, Details und Best Practices.

Start: Einschalten, finden, DSM installieren
  • NAS anschließen (LAN an Router/Switch, Strom) und starten
  • Im Browser die Synology finden (Assistent/„Synology entdecken“) und DSM installieren
  • Admin-Konto anlegen (starkes Passwort) und Updates direkt einspielen
Speicher richtig anlegen (damit’s später nicht nervt)
  • Speicherpool erstellen (RAID/SHR nach Bedarf)
  • Volume anlegen und Dateisystem auswählen (wie im Guide empfohlen)
  • SMART/Datenträgerprüfung aktivieren (frühe Warnungen statt Überraschungen)
Nutzer & Ordner (Alltagstauglichkeit)
  • Pro Person ein eigenes Benutzerkonto anlegen (nicht alles über Admin)
  • Freigabeordner erstellen (z. B. Dokumente, Medien, Backup) und Rechte sauber setzen
  • Optional: Papierkorb pro Freigabe aktivieren (rettet bei „Ups gelöscht“)
Zugriff von unterwegs (sicher statt „wild“)
  • QuickConnect oder DDNS einrichten (je nach Setup)
  • HTTPS aktivieren und ein sauberes Zertifikat nutzen
  • 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren (Must-have)
Backup (RAID ist kein Backup)
  • Hyper Backup einrichten (USB-Festplatte, anderes NAS oder Cloud)
  • Backup-Zeitplan + Versionierung aktivieren
  • Restore-Test einmal kurz machen (damit du weißt, dass es wirklich funktioniert)

Merksatz: Erst Basis (DSM + Speicher + Nutzer), dann Zugriff & Sicherheit, danach Backup – und erst dann Apps/Komfort.

Synology NAS einrichten – Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger

Ein eigenes NAS ist der perfekte Weg, um Daten sicher, zentral und flexibel im Heim- oder Büronetzwerk zu speichern. Besonders Synology NAS-Systeme gelten als zuverlässig, komfortabel und auch für Einsteiger leicht zu konfigurieren. In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ein Synology NAS einrichtest, ein RAID 1 konfigurierst und gemeinsame Ordner für mehrere Nutzer vorbereitest. Kompliziert ist das alles nicht — und Spaß macht es auch noch.

Weitere Anleitungen rund um NAS, Backup, Cloud, Synology, Streaming & Zugriff von außen findest du in der NAS & Medienserver-Übersicht.


Warum ein Synology NAS?

Kurzentscheidung: Warum ein NAS?

  • Zentrale Datenspeicherung → für mehrere Geräte und Nutzer
  • Mehr Sicherheit → Schutz vor Datenverlust durch RAID
  • Einfache Verwaltung → übersichtlich dank DSM-Oberfläche
  • Erweiterbar → Apps wie Drive, Moments oder Active Backup

Mein Setup: Synology DS920+

Ich habe mich für ein Synology NAS 920+ entschieden — kompakt, leistungsstark und mit genügend Reserven.

Speicher & Datensicherheit

Zwei Seagate IronWolf Festplatten mit je 14 TB sorgen dabei für ausreichend Speicherplatz und Datensicherheit.

Einkaufsliste: Synology NAS einrichten (kurz & sinnvoll)

Du brauchst nicht alles. Für ein stabiles NAS-Setup reichen meist NAS + NAS-HDDs und eine saubere LAN-Verbindung. USV und USB-Backup sind starke Upgrades, wenn dir Datensicherheit wichtig ist.

Basics (für fast jedes Setup)

  • Synology NAS – die Basis für zentrale Datenspeicherung & Backups
  • NAS HDD – für 24/7-Betrieb, ideal für SHR/RAID
  • LAN-Kabel – stabile Verbindung zwischen NAS und Router/Switch
Netzwerk & Ordnung (wenn du sauber verkabeln willst)
  • Patchkabel – kurze, saubere Verbindungen (Router ↔ Switch ↔ NAS)
  • Switch – wenn am Router LAN-Ports fehlen oder du mehr Geräte verkabeln willst
Datensicherheit (wenn du Backups & Stromausfälle abfangen willst)
  • USB HDD – für echte Backups (RAID/SHR ersetzt kein Backup)
  • USV – schützt bei Stromausfall vor Schreibabbrüchen und Dateisystem-Problemen

Hinweis: Ich verlinke Produkte nur dann, wenn sie das Setup wirklich sinnvoll ergänzen.


Festplatten einbauen – Werkzeug? Nicht nötig!

Das Schöne an Synology: Der Festplatteneinbau ist kinderleicht.

  1. Die Festplattenschlitten vorne entriegeln und herausziehen.
  2. Die seitlichen Haltestreben lösen.
  3. Festplatte einlegen (Anschlüsse nach hinten).
  4. Haltestreben wieder einsetzen.
  5. Schlitten einschieben, bis die Blende einrastet.
Synology NAS

Das war’s. Kein Schraubenzieher, kein Gefummel.


NAS in das Netzwerk integrieren

Sobald das NAS verkabelt ist, kannst du es in dein Netzwerk einbinden. Verbinde es einfach mit deinem Router oder Switch — bei mir war das die FritzBox. Dank aktiviertem DHCP bekommt das NAS automatisch eine IP-Adresse.

Für externen Zugriff über das Internet lohnt sich ein Blick in den Guide zur Portfreigabe für Synology am Speedport Router.

Dann einschalten und etwas Geduld haben: Der erste Start dauert ein paar Minuten. Wenn das NAS bereit ist, hörst du einen kurzen Signalton und die Status-LED leuchtet.


Erstinstallation – DSM schnell eingerichtet

Jetzt geht’s los. Gib im Browser Folgendes ein:
http://diskstation:5000

Du wirst automatisch zum Einrichtungsassistenten weitergeleitet.

  1. Auf Einrichten klicken
  2. DSM automatisch installieren
  3. Festplatten formatieren (bei neuen Platten kein Problem)
  4. Administratorkonto anlegen
  5. Servernamen vergeben
  6. Automatische Updates aktivieren

In wenigen Minuten ist das System startklar.


Festplatten konfigurieren – RAID 1 für maximale Sicherheit

BBevor du Daten speichern kannst, musst du die Festplatten im NAS konfigurieren und ein oder mehrere Volumes anlegen. Dafür öffnest du im Hauptmenü den Speicher-Manager.

Volume erstellen – so geht’s

  • Auf Volume klicken
  • Erstellen auswählen
  • „Benutzerdefinierter Modus“ wählen (RAID selbst festlegen)
  • Neuer Speicherpool → Bessere Leistung
  • RAID-Typ wählen → RAID 1

Ein RAID 1 spiegelt alle Daten zwischen beiden Festplatten. Fällt eine aus, bleiben alle Daten erhalten – ideal, wenn Sicherheit wichtiger ist als maximaler verfügbarer Speicherplatz.

Mehrere Volumes anlegen – so habe ich es gemacht

In meinem NAS verwende ich zwei unterschiedliche Festplatten-Sets, um Speicher getrennt organisieren zu können:

  • Volume 1: Zwei Festplatten mit 14 TB, eingerichtet als RAID 1
  • Volume 2: Zwei Festplatten mit 4 TB, ebenfalls als RAID 1

Diese Aufteilung hat für mich mehrere Vorteile:

  • wichtige Projektdaten liegen auf den großen 14-TB-Platten
  • kleinere oder weniger kritische Daten liegen auf dem 4-TB-Set
  • die Datenmengen bleiben sauber getrennt
  • Kapazitäten lassen sich besser planen und verwalten

Die Erstellung der beiden Volumes funktioniert identisch:
Du legst einfach für jedes Festplattenpaar einen eigenen Speicherpool und anschließend ein eigenes Volume an. In beiden Fällen habe ich das empfohlene Dateisystem Btrfs gewählt, weil es moderne Features wie Snapshots, Datenintegrität und Ordnerkontingente unterstützt.

Nach Bestätigung der Einstellungen werden die Volumes erstellt und stehen im Speicher-Manager übersichtlich nebeneinander zur Verfügung.


Freigegebener Ordner erstellen – Daten für mehrere Nutzer

Um Dateien zentral abzulegen, benötigst du freigegebene Ordner. Diese findest du in der Systemsteuerung unter „Freigegebener Ordner“.

Ordner anlegen

  • Auf Erstellen klicken
  • Namen vergeben
  • Optional Beschreibung hinzufügen
  • Papierkorb aktivieren (absolut empfehlenswert!)
  • Berechtigungen pro Benutzer oder Gruppe einstellen

Gerade Zuhause ist eine saubere Rechteverwaltung wichtig. So stellst du sicher, dass jeder nur auf die Dateien zugreift, die für ihn vorgesehen sind.


Zugriff vom Windows-PC: So geht’s

Um auf das NAS zuzugreifen, öffnest du den Explorer und gibst ein: \\Servername

Der Servername ist der, den du während der Erstinstallation vergeben hast. Jetzt kannst du direkt Dateien öffnen, kopieren und speichern — ganz wie auf einer lokalen Festplatte.


Warum Btrfs als Dateisystem?

Viele Nutzer klicken beim Dateisystem einfach auf „Empfohlen“ und das war’s. Aber Btrfs bietet echte Vorteile:

  • Snapshots (Rücksprung zu früheren Versionen)
  • Schutz vor Datenkorruption
  • Flexible Ordnerkontingente
  • Integrierte Prüftools für Datenintegrität

Gerade bei geschäftlicher Nutzung oder wichtigen Daten ist Btrfs ein echter Zugewinn.


Was du nach der Einrichtung noch tun solltest

Komfort & Sicherheit: 5 schnelle Upgrades für dein NAS

Ein NAS lebt nicht nur von der Ersteinrichtung. Mit diesen Schritten wird dein Setup deutlich komfortabler – und vor allem sicherer.

Must-haves (sofort umsetzen)

  • Benutzer anlegen – Gib jedem Nutzer ein eigenes Konto und nutze starke Passwörter (Admin nur für Verwaltung).
  • Ordnerstruktur planen – Klare Ordner wie Familie, Fotos, Dokumente, Backups + private Ordner pro Nutzer.
  • Backup vom NAS einrichtenRAID ersetzt kein Backup! Nutze Hyper Backup (USB-HDD, Remote-NAS oder Cloud).
Remote-Zugriff & Extra-Schutz (wenn du von unterwegs zugreifen willst)
  • QuickConnect / DDNS aktivieren – Zugriff von unterwegs ohne komplizierte Router-Einstellungen.
  • 2-Faktor-Authentifizierung nutzen – Must-have, besonders für Admin und Remote-User.

Tipp: Erst lokale Freigaben + Rechte sauber setzen, dann Remote-Zugriff aktivieren.


Fazit: Ein Synology NAS einrichten ist leichter, als viele denken

Vom Einbau der Festplatten über die RAID-Konfiguration bis zur Ordnerfreigabe — ein Synology NAS ist logisch aufgebaut und intuitiv bedienbar. Für kleine Büros, Familien oder ambitionierte Heimnutzer ist es eine perfekte Lösung, um Daten sicher und zentral zu verwalten. Wenn du dein NAS einmal eingerichtet hast, wirst du die Vorteile schnell nicht mehr missen wollen: zuverlässige Datensicherheit, schnelle Zugriffe, einfache Verwaltung und viele Erweiterungsmöglichkeiten.


Häufige Fragen (FAQ)

Wie finde ich mein Synology NAS im Netzwerk?

Am schnellsten über find.synology.com. Alternativ im Router nachsehen (Geräteliste) oder per Synology Assistant.

diskstation:5000 funktioniert nicht – was tun?

Nimm find.synology.com oder die IP-Adresse direkt (z. B. http://192.168.178.xx:5000). Oft ist es nur Namensauflösung (DNS).

SHR oder RAID 1 – was ist besser?

Für viele Heim-Setups ist SHR die entspannte Standardwahl (flexibler bei späteren Upgrades). RAID 1 ist klassisch und genauso ok, wenn du bei 2 gleichen Platten bleibst.

Sollte ich Btrfs oder ext4 wählen?

Wenn dein Modell es unterstützt: Btrfs. Snapshots und zusätzliche Schutzfunktionen helfen im Alltag (z. B. bei „aus Versehen gelöscht“).

Kann ich später eine zweite Festplatte nachrüsten?

Meist ja – abhängig davon, wie du gestartet bist. Trotzdem: Vor Umbauten immer ein Backup haben.

Brauche ich zuhause eine Portfreigabe?

Nein, wenn du nur im Heimnetz zugreifst. Remote-Zugriff ist optional und sollte bewusst (und sicher) eingerichtet werden.

Wie mache ich ein „echtes“ Backup vom NAS?

Mindestens auf eine externe USB-Festplatte (Hyper Backup). Besser zusätzlich Offsite. RAID/SHR zählt nicht als Backup.

Wie binde ich das NAS sauber in Windows ein?

Über \Servername testen, dann als Netzlaufwerk verbinden. Achte auf Rechte und stabile LAN-Verbindung.


Nächster Schritt: Was willst du als Nächstes optimieren?

Handy-Fotos automatisch sichern
• Backup + Freigaben auf dem NAS → Synology Photos einrichten: Handy-Backup, Freigaben & Personenalben (DSM 7)

Eigene Cloud statt Dropbox
• Dateien von überall nutzen (lokal + sicher) → Private Cloud zuhause einrichten – Schritt-für-Schritt

Zugriff von außen sicher machen
• Portfreigabe am Speedport korrekt setzen → Portfreigabe für Synology NAS am Telekom Speedport Router

Netzwerk sauber halten
• IP-Konflikte vermeiden / feste IP planen → Freie IP Adressen im Netzwerk finden – Schritt-für-Schritt Anleitung

Micha
Von Micha
Zuletzt aktualisiert:

Ich bin Micha und seit über 15 Jahren das Gesicht hinter MY DIGITAL HOME. Hier zeige ich, wie du dein digitales Zuhause komfortabler, besser vernetzt und zuverlässiger machst – mit praxisnahen Guides zu Smart Home, Heimnetzwerk, TV & Streaming sowie NAS. Mein Fokus: klare Schritte, saubere Setups und Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren.

5 Kommentare
  1. Stefanie
    Stefanie sagte:

    Hallo! Ich habe mir eine zweite Festplatte gekauft und würde gern nachträglich das Spiegeln einstellen. Muss ich dafür neu installieren und die bereits vorhandene Festplatte formatieren?
    Schöne Grüße Stefanie

    Antworten
    • Micha
      Micha sagte:

      Hallo Stefanie,

      welche NAS Modell hast Du? Ich glaube Du musst die vorhandene Festplatte nicht formatieren. Was möchtest Du mit dem Spiegeln erreichen?

      Beste Grüße
      Micha

      Antworten
  2. Richard
    Richard sagte:

    Hallo und danke für die toll erklärte Ersteinrichtungsanleitung,

    ich habe eine Frage zur Spiegelung.
    „Damit meine Daten bei einem Ausfall einer Festplatte nicht verloren gehen, werde ich die Daten auf den Festplatten spiegeln“…
    Ich möchte kein Raid (mind. 2 Platten) verwenden sondern und nur eine einzige Platte verwenden. Diese Platte möchte ich im gleichen NAS-System 1:1 (mit kompletter Konfig und Daten) auf eine Zweite spiegeln und habe bisher nichts gefunden, wie das geht.
    Spiegeln kann man es wohl mit einem zweiten gleichen NAS und intern kann man wohl nur die Daten (ohne Konfiguration) auf eine zweite Platte via Rsync übertragen aber das wohl nicht inkrementell (also nur geänderten Daten).

    Hat jemand Rat oder einen Link für eine Anleitung für mich?

    Grüße Richard

    Antworten
    • Micha
      Micha sagte:

      Hallo Richard,

      du kannst deine Daten einfach und schnell mit Hyper Backup auf einer anderen Festplatte sichern. Das mache ich auch so. Funktioniert total super und sichert nach der Intialsicherung immer nur die neu hinzugekommenen Dateien. Über die Versionierung kannst du gelöschte oder veränderte Datei schnell und einfach wiederherstellen. Ich kann das Hyper Backup nur empfehlen. Die Sicherung in die Cloud oder zu einem anderen NAS ist damit auch möglich. Hier mal ein kurzer Artikel darüber: https://my-digital-home.de/anleitung/backup-vom-synology-nas-erstellen/

      Beste Grüße
      Micha

      Antworten

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