Portfreigabe für Synology NAS am Telekom Speedport Router

So richtest du eine sichere Portfreigabe für dein Synology NAS am Telekom Speedport Smart 3 ein. Einfache Anleitung, Tipps & wichtige Ports im Überblick.
📦 Warum du Ports für dein Synology NAS freigeben musst
Ein Synology NAS ist weit mehr als ein Datenspeicher. Du kannst damit Kontakte, Kalender, Fotos, Mails, Dokumente und vieles mehr zentral verwalten – komplett unabhängig von iCloud oder Google. Viele dieser Dienste funktionieren aber nur zuverlässig, wenn dein NAS auch von außen erreichbar ist.
Und genau dafür brauchst du eine Portfreigabe im Router.
Wenn du dein NAS ausschließlich als reinen Speicher nutzt und nur im Heimnetz darauf zugreifst, ist keine Freigabe nötig. Aber sobald du von unterwegs auf Kalender, Kontakte oder Drive zugreifen möchtest, benötigst du eine oder mehrere Portweiterleitungen.
In diesem Artikel zeige ich dir klar und einfach:
- welche Dienste auf dem Synology NAS überhaupt Ports benötigen
- wie du die Portfreigabe am Speedport Smart 3 einrichtest
- worauf du bei Sicherheit und Nutzung achten musst
Los geht’s!
🔧 Welche Synology-Dienste eine Portfreigabe benötigen
Damit du den Überblick behältst, findest du hier die wichtigsten Dienste, für die du zwingend eine Portfreigabe benötigst, wenn du sie außerhalb deines WLAN nutzen möchtest.
Wichtige Synology-Dienste und Ports:
- DSM (HTTP): 5000
- DSM (HTTPS): 5001
- Web Station / Webmail HTTP: 80
- Web Station / Webmail HTTPS: 443
- Synology Calendar CalDAV: 38008
- Synology Calendar CalDAV (SSL): 38443
- Hyper Backup Vault: 6281
- MailPlus Server SMTP: 25
- MailPlus SMTP SSL: 465
- MailPlus SMTP TLS: 587
- MailPlus POP3: 110
- MailPlus POP3 SSL: 995
- MailPlus IMAP: 143
- MailPlus IMAP SSL: 993
- Synology Drive Server: 6690
- WebDAV Server: 5005
- WebDAV Server SSL: 5006
Wie du siehst: Nicht jeder Dienst braucht zwingend eine Freigabe. Die meisten Funktionen funktionieren nur lokal – oder werden über QuickConnect abgedeckt.
Aber Kalender, Kontakte (CardDAV/CalDAV) oder Drive benötigen eine klare Portfreigabe, wenn du sie unterwegs nutzen möchtest.
🌐 Wann eine Portfreigabe wirklich sinnvoll ist
Ein gutes Beispiel: das Adressbuch.
Wenn du deine Kontakte zentral auf dem NAS verwaltest und mit deinem Smartphone synchronisierst, muss die Verbindung auch außerhalb deines WLAN funktionieren. Da du dich die meiste Zeit wahrscheinlich nicht daheim befindest, brauchst du eine CardDAV-Portfreigabe.
Gleiches gilt für:
- Synology Drive (von überall Daten abrufen)
- Synology Kalender
- WebDAV (Dateizugriff über viele Apps)
- Eigen gehostete Websites oder Webmail
Kurz gesagt:
Alles, was du aus dem Internet erreichen willst, braucht eine Portweiterleitung.
📡 Portfreigabe im Telekom Speedport Smart 2/3/4 einrichten
Der Speedport Smart 3 macht es dir zum Glück relativ einfach.
So geht’s Schritt für Schritt:
- Öffne deinen Browser und gehe auf
speedport.ip - Logge dich mit deinem Gerätepasswort ein.
- Wähle oben den Bereich „Internet“.
- Gehe zu „Portfreischaltung“.
- Klicke auf
„Weitere Port-Umleitungen oder Port-Weiterleitung anlegen“. - Gib der Freigabe einen sprechenden Namen, z. B. „Synology Calendar“.
- Unter „Gilt für folgendes Gerät“ wählst du dein Synology NAS aus.
(Falls es nicht auftaucht: sicherstellen, dass es im Netzwerk aktiv ist.) - Trage die benötigten Ports unter TCP und/oder UDP ein.
In der Regel ist nur TCP nötig. - Speichern – fertig!

Beispiel für den Kalender (CalDAV / SSL):
- Port extern: 38443
- Port intern: 38443
- Protokoll: TCP
Achte darauf, dass dein NAS eine feste IP-Adresse im Heimnetz hat, sonst funktioniert die Weiterleitung irgendwann nicht mehr.
📡 Portweiterleitung am Speedport W921V
Falls du noch ein älteres Modell wie den Speedport W921V nutzt, ist die Einrichtung ähnlich:
- Browser öffnen → speedport.ip
- Login mit Benutzername & Passwort
- Menü Internet auswählen
- Links Portfreischaltung anklicken
- Neuen Port eintragen
- Speichern – erledigt
Für den Kontakte-Dienst (CardDAV) wird z. B. der Port 8443 verwendet.
Du kannst auch ganze Bereiche weiterleiten, z. B. „8440–8446“.
🔒 Sicherheit beim Freigeben von Ports – sehr wichtig!
Portfreigaben sind immer ein potenzielles Risiko.
Deshalb unbedingt beachten:
- DSM immer über HTTPS nutzen (Port 5001)
- Benutzerstarke Passwörter verwenden
- 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Wenn möglich QuickConnect statt Portfreigaben nutzen
- Für sensiblere Dienste (z. B. Drive) am besten ein VPN verwenden
Ich empfehle, nur die Ports freizugeben, die du wirklich brauchst – nicht mehr.
📱 Alternative: Synology QuickConnect
Bevor du Ports öffnest, überlege, ob QuickConnect für dich genügt.
Vorteile:
- kein Router-Setup
- sicherer, da keine Ports nach außen offen stehen
- ideal zum spontanen Zugriff
Nachteile:
- etwas langsamer als direkter Zugriff
- nicht alle Apps unterstützen QuickConnect komplett
Wenn du aber CardDAV, CalDAV oder WebDAV über iOS/Android einrichten willst, kommst du um die Portfreigabe oft nicht herum.
🎯 Fazit
Eine Portfreigabe für dein Synology NAS am Speedport Smart 3 ist schnell eingerichtet und ermöglicht dir den vollen Zugriff auf Kalender, Kontakte, Drive und andere Dienste – egal wo du bist.
Wichtig ist, dass du nur die Ports freigibst, die du wirklich brauchst, und dein NAS gut absicherst.
Mit dieser Anleitung solltest du die Einrichtung problemlos schaffen und dein NAS sinnvoll ins Internet bringen, ohne die Sicherheit aus den Augen zu verlieren.




Hinweis an alle: Auf der NAS muss (doch) noch etwas eingestellt werden. Nämlich unter Systemsteuerung/Externer Zugriff/DDNS: Hinzufügen und Dienstleister Synology auswählen. Restliche Felder sind bereits ausgefüllt. Dann funktioniert der Zugriff von außen via Internet/Handynetz. Micha stell bitte den Chat-Verlauf zusammen, damit andere das komplett nachlesen können. Viele Grüße Ralf
Hallo Ralf,
schön das Du den „Fehler“ gefunden hast. Am Anfang hatte ich auch Quickconnect aktiviert. Jetzt nutze ich nur noch den DDNS Dienst von Synology. Da landest Du direkt auf Deinem NAS und muss nicht den Umweg über die Synology Server nehmen. Ich denke das ist die bessere Variante. Ich habe auch alle Dienste über den DDNS realisiert. Da gibt es eigentlich keine Probleme.
Beste Grüße
Micha
Hier der Chat Verlauf:
Hallo Micha,
danke für die guten Beschreibungen. Aber leider komme ich nicht weiter.
Drive funktioniert im LAN, nicht aber über das Internet. QuickConnect über das Internet funktioniert. Am Speedport hatte ich gestern auch die Funktion Portweiterleitung gefunden, nachdem ich den Expertenmodus aktiviert hatte. Für Drive Client wird der Port 6690 genannt. Auf der NAS sind meine Ports statt 5000 – 1704, statt 5001 – 1705. Ich habe HTTPS aktiviert. Meine Probleme sind:
1) Was muss ich im Speedport wo eingeben?
2) Wie muss ich EZ-Internet auf der NAs einrichten?
3) Heute morgen habe ich noch den Beitrag „Daten vom PC mit NAS synchronisieren“ gelesen. In den gemeinsamen Ordnern sehe ich nicht den Ordner „Homes“. Dieser ist in der FileStation sichtbar, in ihr werden offenbar für jeden User Unterordner angelegt. In einem liegt unter drive mein Backup via LAN.
Danke für Deine Hilfe ggfs. über TeamViewer, die bei Erfolg ich auch gerne bezahle.
Mit freundlichen Grüßen
Hallo Ralf,
am Speedport Router muss du eigentlich nur den entsprechenden Port für Drive freigeben. Dazu auf Internet > Portfreischaltung gehen. Dann unter Port-Umleitungen und Port-Weiterleitungen den Port 6690 auf die DiskStation weiterleiten. Siehe Screenshot.
Auf dem NAS muss du eigentlich gar nichts weiter einrichten.
Der Ordner homes erscheint erst, wenn du den Benutzer-Home-Dienst aktivierst. Diesen findest du unter Systemsteuerung > Benutzer und Gruppe > Erweitert und dann ganz nach unten scrollen.
Beste Grüße
Micha
Portweiterleitung aktiviert. Ich komme über quickconnect auf die NAS nicht aber über Drive. Fehlermeldung lautet: Verbindung fehlgeschlagen Prüfen Sie Ihre Netzwerkeinstellungen und versuchen Sie es erneut. Was muss ich machen? Danke für die Rückmeldung.