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Hausarbeit der Zukunft – Wie sich Geräte steuern lassen

Der Traum vom Smart Home scheint immer realistischer. Während sich in Sachen Unterhaltungselektronik bereits viel getan hat und das digitale Wohnzimmer längst Alltag ist, sind smarte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Backöfen oder Kaffeevollautomaten auf dem Vormarsch. Führende Hersteller wie Samsung, Miele und Co. statten ihr Geräte-Repertoire mit der nötigen Technik aus, um die Hausarbeit der Zukunft auf das nächste Level anzuheben. In Zukunft lässt sich die Hausarbeit von unterwegs oder dem Sofa aus erledigen. Doch wie muss sich ein Laie die Steuerung von Haushaltsgeräten vorstellen und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? Im folgenden Artikel werden die wichtigsten Fragen geklärt.

Steuerung mit Applikationen

Angesichts der Tatsache, dass ein Großteil der Bevölkerung täglich ein Smartphone zum Erledigen diverser Aufgaben nutzt, scheint es mehr als logisch das Mobilgerät auch zum Steuern der Hauselektronik einzusetzen. Im Smart Home wird es künftig möglich sein, sämtliche Gerätschaften des Haushalts vom Handy aus zu bedienen. Um von dieser Art der Arbeitserleichterung und damit von einem Plus an Komfort zu profitieren, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen müssen entsprechende Haushaltsgeräte über die erforderliche Technik verfügen. Mit herkömmlichen Haushaltsgeräten ist eine smarte Steuerung nicht möglich. Zum anderen muss ein internetfähiges Endgerät griffbereit sein, wie ein Smartphone oder Tablet. Darüber hinaus ist ein stabiles WLAN-Netz für die einwandfreie und fehlerfreie Nutzung der smarten Technik unverzichtbar. Die WLAN-Verbindung wird für die kabellose Verbindung zwischen Steuerungs- und Haushaltsgerät benötigt. Aufgrund der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte kann die Umstellung auf ein Smart Home mit immensen Unkosten verbunden sein. Müssen allerdings sowieso neue Modelle angeschafft werden, kann sich die Investition in smarte Ausführungen lohnen.

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Sind die drei genannten Komponenten bereit, muss noch eine passende Applikation auf Smartphone oder Tablet installiert werden. Mit ihrer Hilfe gelingt die Steuerung besonders einfach. Viele Hersteller wie Miele oder Samsung versorgen ihre Kundschaft mit abgestimmten Applikationen passend zu den jeweiligen Produkten. Die bereits verfügbaren Applikationen für Smartphones erlauben es nicht nur beispielsweise das gewünschte Reinigungsprogramm an der Spülmaschine von unterwegs auszuwählen, sondern auch den Staubsaugroboter anzuschalten oder die Waschmaschine zu starten. Smart Home Funktionen bringen somit eine Vielzahl an Vorteilen mit sich:

  • Steigerung des Wohnkomforts
  • Mehr Effizienz bei der Hausarbeit
  • Zeitersparnis
  • direkte Kontrolle über Haushaltsgeräte auch von unterwegs aus

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Ein bekanntes Beispiel liefert der Konzern Samsung mit der Smart Home Applikation. Die App ist kostenlos erhältlich und ermöglicht dem Nutzer das mobile Bedienen kompatibler Gerätschaften. Dank verschlüsselter Datenübertragung können Informationen aus dem Haushalt sicher übermittelt werden. Der Anwender findet auf dem Display von Smartphone oder Tablet diverse Informationen zu den verbundenen Geräten und kann zum Beispiel prüfen, wie lange die Waschmaschine noch läuft oder welcher Status der Backofen gerade meldet. Nachfolgend zwei weitere Beispiel für Apps:

  1. Home Connect: Home Connect ist als App mit ausgewählten Markengeräten von Bosch oder Siemens kompatibel. Bei dieser Applikation gehen die Funktionen über das Fernsteuern von Haushaltsgeräten hinaus. Stattdessen ergänzt die App die Hausarbeit mit nützlichen Tipps und Zusatzinformationen zu Waschmaschine, Kühlschrank und Co. Sogar Rezeptideen gehören zum Repertoire. Zusätzlich Hardware wird nicht benötigt. Allerdings sind Haushaltsgeräte mit Home Connect-Funktion erforderlich.
  2. Miele@mobile App: Die App feierte auf der IFA 2014 Premiere und Miele Geräte können mit der Applikation vom Smartphone oder Tablet aus gesteuert werden. Für die Nutzung sind folgende Komponenten notwendig: kompatible Miele-Geräte, Miele Gateaway, WLAN-Router, die App sowie passende Kommunikationsmodule.  Die Miele@mobile App ist kostenlos.

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Technische Highlights

Im Bereich Staubsauger gehört momentan der Dyson 360 Eye zu den technischen Highlights der Branche. „Über eine App, die so genannte Dyson Link-App, lässt sich der mit einer Kamera ausgestattete Saugroboter steuern, wobei programmiert und eingestellt werden kann, von wann bis wann der kleine Computer saugen soll“, wird hier im Test- und Ratgeberportal staubsauger.net in einem Artikel zum Thema Haushalt 2.0 geschildert. Mit Hilfe der Applikation können Dyson-Kunden Putzberichte hochladen, um das Saugverhalten kontinuierlich zu verbessern. Über die App avanciert das Smartphone zur praktischen Fernbedienung. Nicht weniger aufsehenerregend ist die NaviBot Serie von Samsung, die mit smarter Technologie eine komfortable Bodenreinigung mit sich bringt.

Die Steuerung von Haushaltsgeräten über Applikationen auf Mobilgeräten spielte auch auf der IFA 2014 eine große Rolle. Egal ob Backofen, Wasserkocher oder Waschmaschine – sämtliche Elektronikgeräte des Haushalts lassen sich bereits komfortabel steuern. Ein Beispiel wird im folgenden Cyberport Video präsentiert. Der Saeco GranBaristo Avanti Kaffeevollautomat erlaubt es dem Anwender über das iPad Kaffeezubereitungen auszuwählen, zu speichern und mit der Community zu teilen. Darüber hinaus sorgte die Crystal Blue Waschmaschine von Samsung für Aufsehen. Das Gerät lässt sich zur Steuerung ins heimische WLAN-Netz integrieren.

Das österreichische Technik-Magazin Futurezone berichtete Anfang des Jahres online vom sogenannten Smart Ring. Er wurde Anfang 2015 auf der International Consumer Electronics Show (CES), einer Fachmesse für Unterhaltungselektronik in Las Vegas, präsentiert. Mit dem kleinen Accessoire werden Smartphones und Haushaltsgeräte via Gestensteuerung bedient. Weitere Informationen vermittelt das nächste Video:

Einheitlicher Standard zur Steuerung?

Wünschenswert wäre die Einführung eines einheitlichen Standards zur Gerätesteuerung. Denn bislang lassen sich nur wenige Produkte von unterschiedlichen Marken wechselseitig einsetzen. Ein einheitlicher Standard würde im Rahmen der Smart Home Technologie massive Vorteile bringen. Doch einige Hersteller sträuben sich dagegen. Sie möchten lieber ihre individuelle Technik verkaufen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu genießen. Dem Verbraucher wäre damit sicherlich nicht geholfen. Es sei denn, er möchte sich langfristig an einen Hersteller binden.

Mehr Informationen zum Thema Smart Home wurden im Beitrag „Haus zum Smart Home machen – Intelligent vernetzen“ zusammengestellt.

Nachweis Fotos: DariuszSankowski / ErikaWittlieb / NatashaG – pixabay.com



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