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Sicherer E-Mailverkehr – So schützen Sie Ihre Daten

Regelmäßige Enthüllungen über Abhörskandale, Phishing-Mail-Attacken oder Datenklau machen deutlich, wie wichtig die sichere Kommunikation unserer Daten ist. E-Mails geben private wie geschäftliche Daten preis, die von Dritten missbraucht werden können. Ein Großteil der Kommunkation wird per E-Mail abgewickelt. Tipps für einen sicheren E-Mailverkehr und Schutz Ihrer Daten finden Sie hier.

Deutsche Provider für mehr Datenschutz

Um die höchste Datensicherheit zu gewährleisten, sollten Sie sich für einen deutschen Provider entscheiden, z. B. GMX, der mit in Deutschland geprüften Rechenzentren den E-Mailverkehr regelt und Ihre Daten nach deutschen Datenschutzrichtlinien behandelt. Dies soll eine Garantie sein, dass Ihre Daten nicht ungefragt an Dritte weiterverkauft oder von ausländischen Behörden ausspioniert werden. Die Rechenzentren machen es Hackern zudem nicht so leicht, an sensible Daten heranzukommen.

Mehrfache Verschlüsselung notwendig

Sicherer E-Mailverkehr ist nur mit einer mehrfachen Verschlüsselung möglich. Diese macht es Hackern und Schadprogrammen schwer, an die Daten heranzukommen. Zum einen sollten Sie die Verbindung zum Provider verschlüsseln, zum anderen müssen die Mails selbst verschlüsselt werden.

© istock.com/BlackJack3D

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Verbindung verschlüsseln

Versenden und empfangen Sie E-Mails nur von einer verschlüsselten Browserverbindung. Diese können Sie an der https-Adresse und meist an einem Schloss-Symbol im Browser erkennen. Online-Banking und Online-Shops arbeiten ebenfalls mit gesicherten Verbindungen. Falls die URL Ihres Mailanbieters nicht automatisch schon eine verschlüsselte Verbindung anzeigt, können Sie auch ein ’s‘ manuell hinter das ‚http‘ einfügen und so die Verbindung sichern, nachdem Sie sich eingeloggt haben.

Mails verschlüsseln

Die meisten Provider bieten von vornherein eine SSL-/TLS-Verschlüsselung bei der Nutzung ihrer Maildienste an. Sowohl eingehende als auch ausgehende Mails werden auf diese Weise vor den Augen Dritter gesichert. Bei Mailprogrammen muss die Verschlüsselung oft noch manuell eingestellt werden. Das können Sie in den Kontoeinstellungen erledigen. Ohne die gesonderte Verschlüsselung, wären die Mails beim Senden und Empfangen durch das Programm nicht ausreichend gesichert. Durch die zusätzliche Passwortsicherung des Mailprogramms werden auch die gespeicherten Nachrichten verschlüsselt und somit unlesbar für Dritte.

Perfect Forward Secrecy – was kann das?

Angeregt durch die NSA-Affäre bieten viele Provider inzwischen auch die Perfect Forward Secrecy (PFS) an, eine besondere SSL-Verschlüsselung, die eine zusätzliche Datensicherheit bieten soll. Normale SSL-/TLS-Verschlüsselungen arbeiten mit zwei Schlüsseln – einem geheimen und einem öffentlichen (auch Zertifikat genannt). Bei PFS hingegen sind beide Schlüssel geheim und nur einem bestimmten Personen- bzw. Anwenderkreis bekannt. Das macht die Entschlüsselung von außen, etwa durch Geheimdienste, unmöglich – zumindest solange beide Schlüssel geheim bleiben.

Offene WLAN-Hotspots als Sicherheitsrisiko

Auch wenn Sie mit verschlüsselten Verbindungen über Ihren Browser oder eine App arbeiten und ein Security-Programm installiert haben, sollten Sie darauf verzichten, E-Mails aus öffentlichen WLAN-Hotspots zu versenden oder zu empfangen. Öffentliches WiFi ist zwar recht praktisch, da Sie auch unterwegs durch die Nutzung von WLAN per Smartphone Ihr Datenvolumen beim Netzprovider sparen. Diese offenen Netzwerke sind jedoch unzureichend gesichert und machen es Datenräubern sehr einfach, an Ihre Daten zu gelangen.

 

© istock.com/teekid Öffentliche Wi-Fi-Hotspots bilden ein Sicherheitsrisiko, selbst für den E-Mailverkehr.

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Öffentliche Wi-Fi-Hotspots bilden ein Sicherheitsrisiko, selbst für den E-Mailverkehr.

Phishing-Mails und Viren vermeiden

E-Mails können auch Schadprogramme enthalten. Die meisten Nutzer statten ihre PCs inzwischen mit ausreichender Security gegen Malware, wie etwa Viren und Trojaner, aus. Doch leider vergessen viele User, dass auch ihre Smartphones und Tablets von solchen Schadprogrammen befallen werden können. Die Malware bleibt meist unentdeckt und arbeitet sich in wichtige Funktionen des Handys vor, wo sie Daten und Logins ausspioniert oder Einstellungen an Apps verändert. Deshalb ist es wichtig, dass Sie auch Ihr Smartphone mit einem Security-Programm für mobile Geräte ausstatten. Zusätzlich mit dem Virenschutz Ihres Mailproviders dürften dadurch keine Schadprogramme per E-Mail oder durch Downloads auf Ihr Handy gelangen.

Vor Phishing-Mails schützt ein Security-Programm allerdings nicht. Solche Mails tarnen sich als wichtige Nachrichten von vertrauenswürdigen Seiten, z. B. Ihrer Bank oder einem Online-Shop, und fordern den User meist dazu auf, dem eingebetteten Link zu folgen, um Logindaten zu verifizieren. Hackern gelingt es auf diese Weise an sensible Login-Daten heranzukommen. Klicken Sie niemals derartige Links an, auch wenn Sie sich sicher sind, dass die Mail authentisch ist! Gehen Sie immer über den Browser zur Homepage und loggen Sie sich von dort ein. Die Verbraucherzentrale NRW hält regelmäßige aktuelle Meldungen und Infos zu Phishing-Mails bereit.

 



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