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Unsere Haushaltsgeräte gehen online – Sicherheit und Datenschutz

Jetzt ist sie da – die internetfähige Zahnbürste. Dem Hersteller nach geht in Zukunft gar nichts mehr ohne diese neue Erfindung. Und der Trend hält an: Immer mehr Haushaltsgeräte werden über das Internet gesteuert, doch wie sieht es da eigentlich mit dem Datenschutz aus?

Streit um Weltneuheit

Procter & Gamble hat eine interaktive elektrische Zahnbürste auf den Markt gebracht. Die stark umworbene Weltneuheit kann mit dem Smartphone verbunden werden und zeichnet so minutiös die Putzbewegungen auf, mit der die tägliche Zahnpflege vollbracht wird. Die dazu passende App teilt dann dem Hygienebeflissenen die besten Tipps mit, um seine Putzroutine zu verbessern – aber auch die neuesten Nachrichten sind abrufbar.

Atrractive young couple brush teeth at home in bathroom

© istock.com/Wavebreak

Doch so neu scheint die Weltneuheit gar nicht zu sein, denn das frisch gegründete Unternehmen Kolibree erhebt Widerspruch gegen die Behauptung, dass Procter & Gamble diesen Hygieneartikel als erstes präsentiert hat. Denn auch das kleine aus Paris stammende Unternehmen hat eine elektrische Zahnbürste vorgestellt, die vernetzt ist.

Wunderwerk der Technik

Das innovative Zahnputzwunderwerk wurde bereits im Januar 2014 vom Team des Start-ups Kolibree vorgestellt. Kein Wunder also, wenn Kolibree-Chef Thomas Serval sauer auf seinen Mitbewerber ist – doch nicht jeder ist von der Netzzahnbürste auch wirklich begeistert. Keines der beiden konkurrierenden Unternehmen macht sich Gedanken, ob die digitale Zahnbürste überhaupt vom Verbraucher gewünscht ist.

Schließlich gehört diese Zahnbürste mit zu den Dingen, die zwar auf dem ersten Blick toll erscheinen, tatsächlich aber nicht gekauft werden. Doch der Boom geht weiter. Für den Gartenalltag gibt es beispielsweise einen Pflanzensensor, der Alarm schlägt, wenn die Zimmerpflanze vernachlässigt wird. Welche Haushaltsgeräte sonst noch über das Internet gesteuert werden können, wird in diesem Artikel verraten.

Sicherheit und Datenschutz

So praktisch die vernetzten Haushaltsgeräte auch sind, die Frage nach der Sicherheit und dem Datenschutz ist auch zu berücksichtigen. Schließlich gaben gerade 48 Prozent aller befragten Deutschen in einer entsprechenden Umfrage an, dass sie sich aus Datenschutzgründen mindestens einmal gegen die Installation einer App entschieden haben. Dieses Misstrauen lässt sich durchaus auch auf vernetzte Haushaltsgeräte übertragen. 53 Prozent der Bundesbürger befürchten nämlich, dass weitaus mehr Daten gesammelt werden, als überhaupt für die Steuerung benötigt werden. Aus diesem Grund unterziehen Verbraucher auch Programme und Apps vor der Installation einer genauen Untersuchung und installieren diese ausschließlich dann, wenn ersichtlich ist, für welchem Zweck die gesammelten Daten dienen.

Datensicherheit

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Daher ist es wichtig, dass alle Vernetzungstechnologien laufend durch unabhängige Instanzen auf ihre Datensicherheit überprüft werden. Die Hersteller müssen den Dialog mit den Verbrauchern suchen, Transparenz schaffen und bereits entstandenes Misstrauen ausräumen. Dabei ist das Vertrauen in die Produkte ein wichtiger Meilenstein, damit sie sich auf dem Markt etablieren können.



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