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Streit um die neuen Top Level Domains

Bei den Bewerbungen für generische Top Level Domains zeichnet sich beim Treffen der ICANN in Los Angeles ein erneuter Streit ab – geografische Namen sollen in Zukunft besser geschützt werden.

Was sind Top Level Domains?

Jeder Domain-Name besteht aus einer Zeichenfolge, die von einem Punkt getrennt wird. Mit der Bezeichnung Top-Level-Domain (aus dem englischen stammend „Bereich oberster Ebene“) werden die letzten Namen hinter dem Punkt bezeichnet, wie beispielsweise .de oder .com

TLDs werden in zwei Hauptgruppen und einen Sonderfall unterschieden:

  • allgemeine TLDs
  • länderspezifische TLDs
  • Infrastruktur-TLDs

Am meisten im Gebrauch ist mit 107 Millionen registrierten Domains (Stand März 2013) .com. Seit Februar 2014 sind jetzt neue Domains verfügbar, wie zum Beispiel .berlin, aber auch .media, .marketing usw. Wer sich solch eine Domain-Endung sichern möchte, kann diese auf checkdomain.de reservieren.

Domains

Schutz der GEO-Domains soll erweitert werden

Künftig wollen Regierungsvertreter Bewerbungen, wie zum Beispiel patagonia oder amazon, von vornherein ausschließen. Dies jedoch rief Vertreter von Unternehmensnutzern und Markenrechtsinhabern auf den Plan. Der Regierungsbeirat der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hatte zu einer Aussprache über dem besseren Schutz der geo-TLDs nun in Runde zwei geladen.

Zahlreiche Regierungen sind der Ansicht, dass der Schutz geografischer Namen noch weit über den bisherigen Schutz hinausgehen müsste. Selbst Ortsbezeichnungen, Namen von Bevölkerungsgruppen oder auch von Sprachen sollten künftig nicht ohne Zustimmung der zuständigen Administration registriert werden können.

Gehört TLD .berlin bald der Vergangenheit an?

Der ICANN wurden hierfür seitens der Regierungen eine lange Liste mit Nachbesserungen präsentiert. Es fehle insbesondere für Domains im Bankenbereich, Gesundheitsbereich oder anderen stark regulierten Branchen, die auch Kinder ansprechen, an der Durchsetzung besonderer Verifizierungspflichten.

Bei so viel Kritik verwundert es kaum, dass es in der raschen zweiten Bewerbungsrunde mehr Gegner als Befürworter gibt. Derzeit stecken die besonders heiklen TLD-Bewerbungen gerade mitten im Verfahren. Daher raten Experten, erst einmal dessen Abschluss abzuwarten. Hinzu kommt, dass eine ganze Reihe der in der ersten Runde abgelehnten Bewerber eine Art Wiedergutmachung fordern, damit sie dennoch zum Zuge kommen könnten.

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